Von Leseratten und Bücherwürmern in der 1F

Die Schülerinnen und Schüler der 1F dürfen sich seit kurzer Zeit stolze Besitzer einer schulweiten Neuheit nennen: einer Klassenbibliothek. Um unzähligen spannenden, herzerwärmenden, interessanten oder fesselnden Büchern eine zweite Chance zu geben und sie so vor einem staubigen Schicksal zu bewahren, wurden von der gesamten Klasse literarische Schätze und Lieblingsbücher zusammengetragen – so auch vom nicht weniger stolzen Klassenvorstand. Dieses gemeinsame Projekt erfreut sich großer Beliebtheit und stetigen Zuwachses. In der kurzen Laufzeit seit Ende April wurden von den Kindern bereits über 50 Bücher gelesen und insgesamt gemeinschaftlich etwa 150 Bücher gesammelt. Fleißige Vielleser werden mit einer Urkunde im Lesepass zu Mitgliedern des Lesewurm-Ordens erhoben.

Dieses vielseitige Projekt soll die Kinder nicht nur mit Freude am Lesen, Sprachbewusstsein und Leseförderung bereichern, sondern auch mit wichtigen gesellschaftlichen Werten. Einerseits bildet die lange, generationsübergreifende Tradition des Vorlesens einen wesentlichen Baustein unserer Lesekultur. Andererseits ist ein Buch literarischer Schatz und wertvolle Ressource zugleich. Die kurze Zeit, in der ein Buch gelesen oder darin geschmökert wird, ist, verglichen mit dem gleichermaßen zeit- und kostenintensiven Weg des Buches von der Idee zum Manuskript, über den Verlag zum Buchdruck, von der Buchhandlung nach Hause, bloß ein Wimpernschlag. 

Dadurch, dass die Kinder eigene Bücher mitnehmen, herborgen und ausleihen, soll der Gemeinschaftssinn und das Bewusstsein für dieses wertvolle Mehrweg-Produkt gestärkt werden. Dass das Lesen schließlich auch ein willkommenes Mittel zur Entspannung sein kann, beweisen die Kinder der 1F in den regelmäßigen Lesestunden immer wieder.

Mag. Tina Vorstandlechner