Paris ist eine Reise wert – die Bretagne ebenso!

Sprachreise der 7B nach Frankreich

Zu früher Morgenstunde bereits - am zweiten Schultag im September - landete die 7B mit ihren Französischlehrerinnen in Paris, wo es per Bus, vorbei am Stade de France, zuerst einmal in Richtung Normandie ging. Dort machten wir einen Zwischenstopp im Zentrum von Rouen, um die berühmte Kathedrale zu besichtigen, die wir dann eine Woche später im Museum der Impressionisten, von Claude Monet in Zyklen gemalt, wieder entdecken sollten. Schließlich brachte uns die Buschauffeurin weiter in die Bretagne zu unserem Reiseziel St.Malo. Die Gastfamilien holten die Schüler/-innen ab, Fahrräder wurden entliehen und die Abendsonne strahlte zur Begrüßung!

Spätestens ab jetzt galt es, Französich zu sprechen. Im täglichen Unterricht mit den Französinnen Marité und Hélène wurden die Gezeiten, der Fischfang, die französischen Regionen und vieles mehr erarbeitet. Die Nachmittage waren Exkursionen und Besichtigungen gewidmet. So erklommen wir, immer von strahlender Sonne begleitet, den Mont St.Michel, machten bei Ebbe eine Fahrt mit dem Train marin ins Meer hinaus, wo uns der lokale Fischfang gezeigt wurde, und erfuhren in einer Cidrerie, wie man Apfelmost herstellt. Natürlich alles in französischer Sprache! Die Führung im historischen Kern von St.Malo wurde durch eine Rallye, in der die Schüler/-innen auch Passanten um Lösungen ansprechen mussten, ergänzt.

Und immer wieder war der Atlantik unser Begleiter! Auf der Wanderung durch die Heidelandschaft vom Cap Fréhel bis zum Fort la Latte genossen wir die herrliche Aussicht auf Wellen und Klippen, ebenso am Radausflug zu den Skulpturen von Rothéneuf. In Dinard wagten sich anfangs nur die Mädchen der 7B ins kühle Meereswasser, die zögerlichen Burschen mussten schließlich klein beigeben und hinterher schwimmen! Im Grand Aquarium waren wir von Haien umzingelt – gut geschützt durch Glaswände – und durften Rochen in seichtem Wasser streicheln.

Eine winzige Ausnahme in unserem Französisch-Intensivprogramm war geplant: ein Tagesausflug auf die Kanalinsel Jersey mit der Fähre, wo nun Englisch angesagt war, was nicht nur Prof. Tanja Schlager, die neben Französisch auch Englisch unterrichtet , sondern auch unsere Schüler/-innen als willkommene Abwechslung empfanden.

An den Abenden in St.Malo besuchten wir gemeinsam ein Kino, eine Theatervorstellung und eine Crêperie. Oh là là, les galettes! C’était si délicieux!

Der Abschied von der Meeresluft und den netten Gasteltern fiel so manchem schwer, aber Paris wartete schon auf uns. Der Kontrast von der idyllisch- ruhigen Bretagne zur impulsiven Großstadt war enorm. Außerdem war hier alles durch Militärpräsenz und Taschenkontrollen abgesichert. Die Highlights des Besichtigungsprogramms waren jetzt  die nächtliche Bootsfahrt auf der Seine, die Fahrt auf die 3.Etage des Eiffelturms, die Kathedrale Notre-Dame, die weiße Basilika Sacré Cœur, Mona Lisa im Louvre und die Impressionisten im Musée d’Orsay. Und natürlich, dass auf dem Triumphbogen unsere Schulstadt Hollabrunn vermerkt ist!

Mit vielen Eindrücken, netten Souvenirs, aber vor allem mit neuen Sprachkenntnissen und gestärkter Motivation für Französisch kehrten wir schließlich alle wohlbehalten in unsere Heimat zurück. Au revoir, la Bretagne! À bientôt, Paris!

Mag. Eva Wilhelm-Sigert