Du betrachtest gerade Alle Wege führen nach … Carnuntum! | 2. Klassen

Alle Wege führen nach … Carnuntum! | 2. Klassen

Auch in diesem Schuljahr begaben sich unsere 2. Klassen am 5. und am 7. Mai ins alte Rom, das in Österreich Carnuntum heißt. Begleitet wurden sie von Mag. Claudia Fröschl, Mag. Petra Mayrhofer, Mag. Heide Österreicher, Katharina Schulz, BEd und Mag. Reinhard Wurm.

An beiden Tagen war uns das Wetter hold, sodass alle Klassen den spannenden Ausführungen der kompetenten Guides interessiert folgen konnten. Nach einem kurzen Film holten uns diese beim Modell der Zivil- und Militärstadt ab. Dort erfuhren wir, dass Carnuntum für antike Verhältnisse eine absolute Großstadt war. Zur Blütezeit lebten dort auf einer Fläche von ca. 10km²50.000 Menschen! Man muss dabei bedenken, dass damals höchstens 300 Millionen Menschen die Erde bevölkerten. Im ersten Teil der Führung wurden rekonstruierte Häuser der Carnuntiner Mittelschicht, das Haus eines Tuchhändlers und das eines Ölhändlers besucht. Dabei lernten die Schüler so einiges, bewiesen aber auch ihr ausgezeichnetes Fachwissen. Wie viele Purpurschnecken benötigt man für das Färben einer Toga? Warum haben die Römer Urin gesammelt? Wieso hießen öffentliche WC-Anlagen in Italien „Vespasiani“? All das können unsere Schüler und Schülerinnen beantworten. Vor der Pause besichtigten wir noch das Domus Quarta mit seinem prächtigen Fußbodenmosaik. Zwei besonders tapfere Schüler waren bereit, sich nach römischer Sitte einzukleiden, und zwar mit Tunika und Palla für die Frauen sowie Tunika und Toga für Männer, die allerdings nur reichen Römern vorbehalten war. Stilus und Wachstäfelchen wurden natürlich ebenfalls in Augenschein genommen. Dabei kam der Wunsch auf, so etwas doch einmal im Unterricht zu basteln. Ein Auftrag an unsere Kunstlehrer und Kunstlehrerinnen?

 Während der Pause wurde der großzügig angelegte Spielplatz ausgiebig genutzt. Danach standen noch zwei Highlights auf dem Programm. Die Therme und die Villa Urbana. In der Therme erwartete uns eine Neuheit, ein neu gebauter Raum, der erst seit kurzem zu besichtigen ist, ein Sudatorium, ein Dampfbad. Im letzten Raum – dem Caldarium – ist der Boden so heiß, dass man nicht barfüßig gehen konnte. So bekam jeder, der die Therme besuchte, Holzschlapfen ausgehändigt. Zu guter Letzt stand noch die Villa Urbana auf dem Programm. Im Hauptsaal konnten die Schüler und Schülerinnen neben der Apsis – der Halbkuppel – noch die prunkvollen Wandmalereien bestaunen, die – aufgrund eines Erdbebens – quasi im Original erhalten sind.

Zum Abschluss fuhren wir noch zum Heidentor und schossen dort unser obligatorisches Abschlussfoto.

Bei der Heimfahrt war uns allen klar: „Heute ist nicht alle Tage. Wir kommen wieder, keine Frage.“

Mag. Reinhard Wurm

Bildergalerie