Am Samstag, dem 21. Juni, war es so weit. Die Bildungsreise der 7. Klassen mit ihren Klassenvorständen Robert Berger, Dominik Senk und Reinhard Wurm nach Dresden und Weimar konnte beginnen. Die Hinfahrt verlief problemlos, ein Besuch des Hygienemuseums stand am 1. Tag auf dem Plan. Der Name ist etwas irreführend, eigentlich ist es ein Museum, welches sich mit dem Menschen beschäftigt. Abends wurde das Quartier in Dresden bezogen und die Schüler:nnen konnten ihre Freizeit genießen – wie an jedem weiteren Tag.
Nach einer äußerst interessanten Stadtführung, bei der wichtige Dresdner Highlights – Semperoper, Zwinger, Kathedrale, Frauenkirche, Fürstenzug usw. – den SchülerInnen nahegebracht wurden, ging es mit dem komfortablen Reisebus tags darauf weiter nach Weimar. Dabei gerieten wir in einen Stau, sodass die Besichtigungen und Führungen im Goethe- sowie Schillerhaus nicht mehr zur Gänze durchgeführt werden konnten. Allerdings wurde dies am Dienstag nachgeholt.
Auch am Montag wurde die Geduld unseres großartigen Chauffeurs wieder auf die Probe gestellt. Nach einer in Erinnerung bleibenden Stadtführung wurde auf dem Weg zur Wartburg vor unseren Augen die Auffahrt zur Autobahn gesperrt. Gott sei Dank erwies sich sowohl das Personal der Wartburg als auch das des Bachhauses als flexibel. Im Glauben, dass nun alles passen würde, fuhren wir die schmale Straße zur Wartburg hinauf und … das nächste Hindernis tat sich auf. Ein umgestürzter Baum lag quer über der Straße. Kurzerhand packten alle an und auch dieses Problem war beseitigt. Die Besichtigung und Führung in der geschichtsträchtigen Wartburg waren höchst beeindruckend. Auch der anschließende Besuch in Johann Sebastian Bachs Geburtshaus sowie der Museumsbesuch waren weitere Attraktionen. Vor allem die musikalische Vorführung auf barocken Musikinstrumenten begeisterte. Abends konnten die SchülerInnen – wieder – relaxen.
Aber noch war unser Bildungshunger nicht gestillt. Am Dienstag besuchten wir das KZ Buchenwald, das sich in Sichtweite zum Schiller- und Goethearchiv befindet. Hochkultur und größte Barbarei als Nachbarn, das hinterlässt ein zutiefst beklemmendes Gefühl. Wir kennen alle den Schriftzug am Eingangstor des Konzentrationslagers Auschwitz, der von Buchenwald – „Jedem das Seine“ – ist aber genauso zynisch und menschenverachtend. Diesen Spruch sollte man Goethes Aphorismus gegenüberstellen: „Das Land, das die Fremden nicht beschützt, geht bald unter.“ Am Nachmittag standen wieder er und Schiller auf dem Plan. So wurden noch die Wohnhäuser der beiden Klassiker und Goethes Gartenhaus im malerischen Park an der Ilm besichtigt. Spiel und Spaß prägten den Abend.
Am Mittwoch, dem 25. Juni, ging es wieder nachhause. Auch diesmal gab es Verzögerungen. Fünf Kilometer vor dem Ziel hieß es aufgrund eines Feuerwehreinsatzes wieder warten.
All das konnte unsere Meinung über diese Schulveranstaltung aber nicht ändern. Sie war außergewöhnlich und im wahrsten Sinn des Wortes einzigartig.
Mag. Reinhard Wurm (Text) & Mag. Robert Berger (Fotos)