Hofrat Dr. Heribert HOLZER (1948):

MARKETING IM NAMEN GOTTES

Der Marketing Club Osterreich lud für 14. Mai 2001 ins Churhaus am Stephansplatz zum „Marketing Club-Abend“ mit Bischof Dr. Andreas Laun, der, über das Thema „Marketing im Namen Gottes" ein Impulsreferat zu hielt. Das Programm des Abends behandelte das Thema in zwei Schwerpunkten: „Das Marketing der Kirche“ (Hat das älteste Unternehmen der Welt Marketing-Bedarf? Das Ur-Marketing-Konzept der Kirche.  Welche Instrumente dienen der Umsetzung? Wird eine Win-Win-Situation hergestellt?) und „Das Thema Ethik aus Sicht der Kirche“ (Die Konsumgesellschaft. Der Wandel der Werte. Wie sieht die Kirche die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen?  


Die interessant, lebendig und humorvoll gestalteten Ausführungen von Bischof Dr. Laun mündeten im An­schluß in eine Diskussion über die in jüngster Zeit erfolgten Marketinginitiativen der römisch-katholischen Kirche.

1. Als Erfolg wurde die vom Stift Klosterneuburg ausgegangene Bewegung zur Verwendung der Muttersprache in der Liturgie angesprochen. Diese vom Augustiner-Chorherren Pius Parsch propagierte Idee wurde im deutschen Sprachraum vom gläubigen Volk mit Freude aufgenommen. Das Stift Klosterneuburg hat Millionen von volksliturgischen Texten in den 20er und 30er Jahren verkauft. Nach dem Krieg wurde diese Idee in der ganzen katholischen Welt beachtet. Das Vaticanum II faßte den Entschluß, den verschiedenen Landeskirchen die Einführung der Muttersprache in der Liturgie (Messe und Sakramente) zu ermöglichen. Latein wird als liturgische Sprache immer noch verwendet.

2. Eine interessante Marketinginitiative haben 18 Klöster und Stifte in Österreich gestartet. Die Klöster Österreichs zahlen seit Jahrhunderten zu den wichtigsten Kulturträgern. 18 von ihnen laden zu Aktivitäten mit kulturellem oder spirituellem Schwerpunkt ein. Von Kunstkursen über Exerzitien bis zu Gesundheitsange­boten reicht die Palette. Um diese Vielfalt an Möglich­keiten im Marketingbereich zu vernetzen und gemein­sam mit mehr Kraft an mehr interessierte Gäste heran­zutreten, haben sich diese 18 engagierten Klöster und Stifte in einer Vereinigung zusammengeschlossen. Diese neu gegründete Plattform heißt „Klösterreich", Der Vorsitzende ist der Abt von Geras, Prälat DDr. Joachim Angerer. Die vielen Besonderheiten und Ein­maligkeiten, die Österreichs Klöster und Stifte bieten, sind bereits auf den ersten Blick beeindruckend. Ob es sich um das größte Privatweingut des Landes, eine hervorragend dokumentierte Paul Troger-Ausstellung, einen Meditations- oder Kunstkurs, beziehungsweise die Gesunderhaltung mit klösterlichen Rezepten und Produkten handelt – der anspruchsvolle Gast wird für Ausflug und Urlaub mit vielen neuen Ideen und Vor­schlägen konfrontiert und kann aus einer überzeu­genden Palette jene Argumente aufgreifen, die seine nächste Reise zum Ziel haben werden. Nähere Infor­mationen sind erhältlich bei KLÖSTERREICH-Ge­schäftsstelle, c/o ITA, A-3491 Straß, Prof. Kaserer-Weg, Tel. 02735/5535-0, Fax 02735/5535-14, mail: info@kloesterreich.at

Außerdem wurde dann in gemütlicher Runde (ohne Bi­schof Laun) Folgendes besprochen:

3. Rezensionen über die Gestaltung von Gottes­dien­sten an Sonn- und Feiertagen in katholischen bzw. evangelischen Kirchen in der Baseler Zeitung 1997 und in der Münchner Abendzeitung. In diesem Boule­vardblatt erschien aus der Feder von Chefre­dakteur Harald Martenstein (jetzt Berliner Tages­spiegel) im Jahre 1998 wöchentlich eine Rezension eines Gottes­dienstes, den der Verfasser besucht hatte. Er hat nicht Hochämter (Mozart oder Haydn) besprochen, sondern den vom Volk mit dem Priester und dem Organisten gestalteten Gottesdienst. Wel­chen Eindruck machte die versammelte Gemeinde: ist sie schwungvoll, enga­giert, wie wurde gebetet, gesungen? Wie war die Pre­digt: Phrasen, aktuell, spirituell, mitreißend, nur Fach­sprache, Worthülsen? Wie war der Eindruck der männlichen oder weiblichen Vorbeter, der Vorsänger, der Ministranten? Erschienen sind diese Rezensionen im Kulturteil des Blattes, neben Theater- oder Konzert­kritiken, eben als Kulturkritiken. Der Erfolg hängt da und dort vom Marketing ab.

Resümee: Die Wirtschaft versucht gute Produkte durch ein ausgezeichnetes Marketing den Menschen nahe zu bringen. Es wird ein Produkt angeboten, das den Menschen nützt, hilft, Freude macht. Die Kirche als „ältestes Unternehmen der Welt" bietet den Men­schen ein gutes Produkt an, die Frohe Botschaft die Christus brachte: das Wohl und das Heil der Men­schen. Entspricht das Marketing der Kirche immer dem Konzept Christi? Kommt es bei den Menschen an?

Wann kommt wieder ein Marketingkonzept der Kir­che wie das von der Muttersprache in der Liturgie am Vati­canum II, welches das Tabu des Latein als Liturgie­sprache relativiert hat? Es könnten auch andere Ta­bus relativiert werden, z.B. in der Ehege­setzgebung oder bei den Vorschriften zur Zulassung zum Priester­amt. Es müsse nur im kleinen Bereich ein Versuch ge­startet werden, für den ein Oberhirte die Verantwor­tung übernimmt, wie seinerzeit im Falle Klosterneuburg (Pius Parsch) der Erzbischof von Wien (Kardinal Gu­stav Piffl). Warum sollte bei uns nicht möglich sein, was bei den uniierten Christen üblich ist?

EHRUNGEN – ERNENNUNGEN – BEFÖRDERUNGEN

KR Karl RÜHRINGER (1959) wurde zum Bischofsvikar für Wien-Stadt per 1. August 2001 ernannt.

HR Dipl.-Ing. Dr. Thomas DIETMAIER (1968) wurde per 1.1.2001 zum Leiter der HTBL Hollabrunn ernannt.

bacc. theol. Johannes FÜRNKRANZ (1992) wurde am 6. Mai 2001 durch Weihbischof Dr. Helmut Krätzl zum Diakon geweiht.

WIR GRATULIEREN

Zur Vermählung:

Petra Hofbauer und Herwig SCHNEIDER (1978) am 11. März 2000.

Martina RAITH (1991) und Manfred Hasenzagl am 5. Mai 2001 in der Pfarrkirche Hollabrunn.

Mag. Sonja Wiedermann (1992) und Mag. Burghart Müller am 19. Mai 2001 in der Pfarrkirche Hollabrunn

Zu Elternfreuden:

Petra Hofbauer und Herwig SCHNEIDER (1978) zur Geburt ihres Sohnes Florian am 7. März 2001.

Karin DINSTL (1985) zur Geburt ihres 2. Kindes, eine Tochter namens Jessica, am 25. Jänner 2001.

Roland und Dr. Ulrike MEIER (Schweiger/1985) zur Geburt ihres 2. Sohnes Moritz Paul Roland am 14. März 2001.

Franz und Elisabeth ROHRINGER (Pimberger/1995) zur Geburt ihres Sohnes Felix am 15. Februar 2001.

WIR TRAUERN

HR Mag. Dr. Josef PROST (E), + im April 2000, begraben im FH Mattersburg

OStR Mag. Johann RIEDINGER (1931), + 5. Februar 2000, begraben im FH Mattersburg

Gertrude WEISLEIN (Musiol/1933), + laut Mitteilung der Post

HR Msgr. Josef NITTMANN (1936), em. Pfarrer von Bad Fischau-Brunn, + am 19. April 2001, wurde am 27. April im FH Rohrau bestattet.

Requiescant in pace!


TREFFPUNKT HOLLABRUNN

Wir möchten alle Kolleginnen und Kollegen an die Möglichkeit zur freundschaftlichen Begegnung aller Jahrgänge in Hollabrunn erinnern: Als Termin für das Treffen in Hollabrunn sehen wir jeweils den 2. Dienstag im März, Juni, September und Dezember vor.

Das nächste Treffen in Hollabrunn findet am

Dienstag, 11. September 2001

statt. Treffpunkt: GH Reisinger, 19.00 Uhr

Herbstausflug 2001:

OTTENSTEIN und WALDREICHS –

NÖ. LANDESAUSSTELLUNG 2001

Der traditionelle Herbstausflug der Hollabrunner Runde führt uns auch heuer zur NÖ Landesausstellung, diesmal ins  Schloß Ottenstein bzw. Schloß Wald­reichs. Die Ausstellung steht unter dem Thema Sein & Sinn - über die Suche des Menschen nach Schutz, Geborgenheit und Orientierung“ (Otten­stein) bzw. „Über die Burg als Symbol der Macht und der Sicherheit“ (Waldreichs).

Und hier das Programm für diesen Tag:

Sonntag, 23. September 2001

08.15   Bus - ab Wien/Börse

09.00   Bus - ab Hollabrunn/Kirchenplatz

10.00   Hl. Messe in Maria Dreieichen

12.00   Gemeinsames Mittagessen im Schloßrestaurant Ottenstein

14.00   Führung durch die Landesausstellung

17.00   Ausklang bei einem Heurigen

19.00   Rückfahrt des Busses nach Hollabrunn und Wien

Wir laden alle Kolleginnen und Kollegen und ihre Familien sehr herzlich zu diesem Herbstausflug ein.

Anmeldung
: Aus organisatorischen Gründen bitten wir Euch um schriftliche Anmeldung mit dem untenstehenden Formular bis 15. August 2001!

An die

Hollabrunner Runde
z.H. Dr. Franz Surböck
Forstnergasse 9
A - 2020 Hollabrunn

Herbstausflug 2001 - Anmeldung

Name: ....................................................................       Maturajahrgang: .......................

Anzahl der Personen:         Erwachsene:  ..........                            

                                            Kinder:           ..........

Bus ab Wien:                                      q ja     q nein

Bus ab Hollabrunn:                             q ja     q nein


UNSERE NÄCHSTEN MONATSTREFFEN

Unsere Wiener Monatstreffen finden nach wie vor im Stammlokal Restaurant Herbert STOPFER, Wien 1., Rudolfsplatz 4, Telefon 01/5336462 finden regelmä­ßig an jedem 2. Montag des Monats – Treffpunkt ab 18 Uhr – statt. Vorher treffen wir uns aber noch beim Sommerheurigen!

Herzliche Einladung zum

SOMMER - HEURIGEN

der Hollabrunner Runde

Montag, 9. Juli 2001, ab 18.00 Uhr

beim Heurigen STEINSCHADEN

Wien 19., Kahlenbergerstr. 18 Tel. 01/3701375

(Eingang Endstation Linie D)


Montag, 10. 9. 2001

Heute beginnen wir das neue Arbeitsjahr

Sonntag, 23. 9. 2001

Unser jährlicher Herbstausflug führt uns zur NÖ. Lan­desaustellung nach Ottenstein und Waldreichs. Wäre schön, wenn Du diesmal auch dabei wärst! Info und Anmeldung auf Seite 3!

Montag, 8. 10. 2001

Aufgerufen sind zu diesem Treffen besonders die Jahrgänge mit der Endziffer 0!

Montag, 12. 11. 2001

An diesem Abend beginnen wir unser Treffen  mit dem Gedenken an verstorbene Lehrer und Mitschüler beim Gottesdienst in Maria am Gestade. Näheres in der September-Ausgabe der Mitteilungen.

Montag, 10. 12. 2001

Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Noch einmal treffen wir uns in diesem Jahr.

MATURAJAHRGANG 1936 –

65. Maturajubiläum

Gretl Rüdiger-Seelig und Josef Willfarth schrie­ben aus diesem Anlaß an ihre Maturakollegen:

Heuer jährt es sich zum 65. Mal, daß uns die „Reife“ mit dem Erhalt des Maturazeugnisses in unserem Studier­städtchen Hollabrunn bestätigt wurde. Was uns die nahe Zukunft gebracht hat, hatten wir in unseren schlimmsten Träumen nicht erwartet: Verlust der Heimat, Krieg, Ver­wundung und Gefangenschaft und für 14 unserer Matu­rakollegen (von 52) der Tod. Die Heimkehrer versuchten wieder Fuß zu fassen, setzten ihr Studium fort, traten ins Berufsleben, gründeten Familien. Zwölf wurden zu Prie­stern geweiht – Gold und Schubert feierten heuer ihr Diamantenes Priesterjubiläum – , acht wurden Ärzte, zehn traten in den öffentlichen Dienst, vier wurden Leh­rer. Wir wollen allen unseren verstorbenen Freunden ein gu­tes Andenken bewahren und ihrer im Gebet geden­ken. Infolge unseres fortgeschrittenen Alters sehen wir heuer von der Feier unseres 65-jährigen Maturajubiläums in Hollabrunn ab, laden aber Euch alle herzlich ein, wenn ir­gend möglich, zum Jahrgangstreffen der Hollabrunner Runde zu kommen. Wir grüßen Euch recht herzlich und hoffen auf ein Wiedersehen!

MITTEILUNGEN DER HOLLABRUNNER RUNDE

NACHRICHTEN DER ABSOLVENTENVEREINIGUNG DES GYMNASIUMS HOLLABRUNN

Nr. 2 – JUNI 2001

IMPRESSUM:

Medieninhaber, Herausgeber und Verleger: HOLLABRUNNER RUNDE –

Absolventenvereinigung des Gymnasiums Hollabrunn

www.bghollabrunn.ac.at/~hollabrunner.runde/

e-mail: hollabrunner.runde@bghollabrunn.ac.at

Vorstand:

Vorsitzender: Hofrat Dr. Heribert HOLZER

Vorsitzender-Stellvertreter: Fr. Koloman HIRSCH  OSB
e-mail: koloman@stiftgoettweig.at

Finanz-/Organisationsreferent: DI Dr. Franz SURBÖCK

Standesreferent: Prof. Mag. Josef LANGER

e-mail: Josef.Langer@r.htl-hl.ac.at

Fax-Nummer: 02952/34009

Vereinssitz: 2020 HOLLABRUNN, Reucklstraße 9

Postanschrift: 2020 HOLLABRUNN, Postfach 1Redaktion und für den Inhalt verantwortlich:

Fr. Koloman (Rudolf) HIRSCH OSB, 3511 Stift Göttweig, Telefon 02732/85581-231; Telefax 244 DW

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Druck. S.MELZER, 1230 Wien, Breitenfurterstraße 231

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