Ein Tag voller Spannung!

In Wien gibt’s einen Atomreaktor, ist das nicht gefährlich? Naja, der Forschungsreaktor der TU Wien steht, ist nicht gefährlich, erklärte uns Dipl.-Ing. Dr. Andreas Musilek, der uns durch das Atominstitut der TU geführt hat. Nach der theoretischen Erklärung eines Atomreaktors konnten wir diesen in seinem nassen Bad betrachten. Das Wasser schirmt die radioaktive Strahlung ab, die aus dem Reaktor austritt. Anschließend durfte einer unserer Mitschüler den Reaktor hochfahren, indem er die Stäbe, die zur Regulierung des Reaktors dienen, hochfuhr. Da der Reaktor nun in Betrieb war, konnte man die Tscherenkow-Strahlung in Form von blauem Leuchten bestaunen. Nach dieser Vorführung wurden uns zusätzlich noch Eigenschaften von Supraleitern erklärt und Spielerein mit flüssigem Stickstoff wie z.B. eine kleine Magnetschwebebahn gezeigt. 

Nach einer kurzen Pause ging es dann weiter ins GRG12 Rosasgasse. Dieses Gymnasium hat einen Tesla Transformator, der die größte Spannung im deutschsprachigen Raum erzeugen kann: ganze 2 Millionen Volt. Am Anfang stellten wir uns alle in einen Metallkäfig (Faradayscher Käfig). Mit dem Transformator wurden dann Blitze erzeugt und auf den Käfig gesendet. Somit sahen wir die Blitze auf uns zukommen, jedoch berührten sie uns nicht. Danach erklärte uns der 75-jährige pensionierte Physiklehrer Mag. Erwin Kohaut, der diesen Trafo mit einigen Schülern gebaut hat, wieso wir in diesem Käfig geschützt sind. Sobald Elektronen auf den Käfig gelangen, verteilen sie sich aufgrund der gegenseitigen Abstoßung auf der Oberfläche und können nicht ins Käfiginnere gelangen. Weitere eindrucksvolle Experimente mit Blitzen folgten: ein Schüler setzte sich in einen Käfig, der aus zwei Einkaufswägen bestand, ein anderer erlebte die Blitze dann fast wortwörtlich hautnah. Er zog sich einen Schutzanzug aus Metall an und konnte die Blitze dann mithilfe seiner Hand steuern. Anschließend wurde uns die Funktionsweise des Tesla-Trafos erklärt und noch die Möglichkeit gezeigt, dass man damit auch verschiedene Töne und Melodien erzeugen kann. Durch ein Keyboard in Kombination mit dem Tesla Transformator konnten wir einfache Melodien, wenn auch etwas verzerrt, erklingen lassen. Zum Abschluss gab uns der ehemalige AHS-Lehrer noch eine lehrreiche Schlussfolgerung aus der Welt der Elektronen mit, die sich trotz Hindernissen immer ihren Weg suchen: „Auch wenn‘s mal ein paar Hindernisse gibt. Nie aufgeben! Einfach weitermachen, die Hindernisse bewältigen und sein Ziel erreichen!“

Maria Haslinger (7A), Jakob Andre (7A)