Geschichte, Geografie, Biologie, Englisch – viel Sport - und noch mehr Französisch auf der Sprachreise der 7B

Warum fährt man nach St. Malo, wenn Nizza mit einem Direktflug von Wien doch so viel einfacher und schneller zu erreichen ist? Die Frage ist berechtigt, die Gründe für die Bretagne sprechen aber für sich: Zunächst ist gerade die weite Anreise ein Argument, denn in den Nordwesten Frankreichs kommen die Jugendlichen nicht so leicht allein und das Mittelmeer kennen sie meist von Familienurlauben. Die Bretagne ist mit den Steilküsten und vor allem mit den größten Gezeiten Europas etwas ganz Neues und Faszinierendes für österreichische Schüler und Schülerinnen. Ein zweiter Grund ist die Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Bretonen, die sich vor allem bei den Gastfamilien zeigt, und der dritte und letztlich auch der wichtigste Grund für die Bretagne ist das im Gegensatz zum Süden schöne Französisch, das dort gesprochen wird und den Mädchen und Buben beim Verbessern ihrer Sprachkenntnisse zugutekommt. Und das freut vor allem die Französischlehrerinnen, die nach dieser Sprachreise nicht nur mehr Motivation bei den Jugendlichen merken, sondern auch auf einem höheren Niveau aufbauen können. Denn eine Woche Unterricht mit Nativespeakern, Gespräche mit den Gastfamilien und Alltagsgespräche beim Einkaufen oder in Cafés wirken sich natürlich positiv aus. Zusätzlich konnte die 7B aber auch bei Ausflügen die geografische Schönheit der Region kennenlernen, ihre Geschichtskenntnisse beim Besuch des Teppichs von Bayeux oder des Omaha Beaches und des amerikanischen Friedhofs, des Schauplatzes des D-Days, auffrischen und bei einer Fahrt mit dem Train marin oder beim Besuch des Aquariums ihr biologisches Wissen verbessern. Bei einem Ausflug auf die Kanalinsel Guernsey, wo das Viktor Hugo-Haus besucht wurde, mussten die Mädchen und Buben dann sogar einen halben Tag Englisch sprechen. Die Schüler/innen waren aber auch sehr sportlich. Sie legten alle Strecken in St. Malo mit dem Rad zurück oder wanderten über die Klippen. Sportliches Highlight für viele war allerdings das Erlernen von Char à voile, Strandsegeln, etwas was bei uns nicht möglich ist. Bevor es nach Hause ging, gab es noch eine Rundfahrt durch Paris, wo die wichtigsten Bauwerke fotografiert werden konnten. Für die meisten war spätestens da klar, que ce n’est pas un adieu mais un au revoir. – Auf Wiedersehen Frankreich, wir kommen wieder. 

Mag. Gabriele Eiserle
Mag. Karin Öhler-Haas