Auf, zu den Göttern im Olymp!

Dass die Götter der griechischen bzw. römischen Mythologie nicht immer im Olymp geblieben sind, davon konnten sich die Schüler/innen der 8BC gemeinsam mit ihren Lateinlehrern Mag. Robert Berger und Mag. Gabriele Watzal bei einer Führung im Kunsthistorischen Museum in Wien selbst überzeugen. Den traditionellen Abschluss von vier Jahren Lateinunterricht bildete der Vergleich zwischen den teilweise gelesenen Texten von Ovids Metamorphosen mit der künstlerischen Umsetzung in Bildern, Statuen und Mosaiken quer durch zwei Jahrtausende. 

Besonders die Abenteuer des liebestollen Göttervaters Zeus hatten es den Künstlern angetan. Wie schaffte es der oberste Gott immer wieder, seine rasend eifersüchtige Ehefrau zu betrügen und in höchst kreativen Verwandlungen sich den hübschesten Mädchen zu nähern? Wer sonst käme wohl auf die Idee, in Form einer Wolke die Schöne Io, oder in einem Goldregen die bildhübsche Danae zu beglücken? 

„Spannender als gedacht“ fanden die Schülerinnen und Schüler, wie die beiden Kunsthistoriker die für die Führung ausgewählten Gemälde zum Leben erweckten, auf Details aufmerksam machten und Hintergründe ausleuchteten.  Bei dem großartigen Landschaftsbild mit dem alten Ehepaar Philemon und Baucis von Peter Paul Rubens, erhielten die Schüler/innen zudem einen Einblick in die aufwändige Restaurierung des Kunstwerks 

Eindrucksvoll erklärt wurde auch das römische Labyrinth der Minotaurus-Sage, entdeckt 1816 in Salzburg. Den Faden der Ariadne verloren wir dann zum Schluss bei der kleinen, zarten Elfenbeinstatue zur Verwandlung der Daphne in einen Lorbeerbaum, einem Meisterwerk von Menschenhand geschaffen – mit göttlicher Inspiration.

Mag. Gabriele Watzal