Arthur Schnitzler: "Das weite Land "

Die Schauspieler verbeugen sich zum letzten Mal, das Publikum applaudiert begeistert. - Spätestens jetzt sind die Strapazen der letzten Monate vergessen und Schüler, Eltern und Lehrer sind sich einig, dass das Erlebnis des gemeinsamen Theaterspielens wieder ein ganz besonderes war.

In diesem Schuljahr hatten wir uns ein besonders ehrgeiziges Projekt, nämlich Arthur Schnitzlers „Das weite Land“, vorgenommen. Die Tragikomödie über Liebe und Betrug, Treue und Treulosigkeit, Jugend und Angst vor dem Altwerden ist nämlich sehr bekannt und wird von vielen großen Theatern immer wieder gespielt. Die Vergleichsmöglichkeit ist also groß. Außerdem ist das Stück sehr lang, die Dialoge sind anspruchsvoll, und die Pointen müssen richtig platziert werden. Vor allem die beiden Hauptrollen des Fabrikanten Friedrich Hofreiter und seiner Ehefrau Genia erfordern einen großen Zeitaufwand zum Textlernen und großes schauspielerisches Talent. Mag. Christian Berger und Mag. Katja Baumgartner meisterten diese Rollen aber bravourös. Doch nicht nur sie, sondern auch alle anderen Schauspieler und Schauspielerinnen gaben ihr Bestes und wurden von den mehr als 700 Zuschauern, die bei 7 Aufführungen anwesend waren, mit viel Applaus für ihr Spiel belohnt. Besonders gefiel Mag. Monika Albrecht in der Rolle der Frau von Wahl, die für die komischen Momente in der Tragikomödie sorgte. Dass unsere Direktorin Mag. Jutta Kadletz die geschiedene Ehefrau von unserem ehemaligen Direktor HR Mag. Johannes Geyer mimte, kam beim Publikum ebenfalls gut an. Großes Lob ernteten natürlich auch die Eltern und die vielen Schüler, die diesmal mitwirkten, allen voran Aniko Steinböck in der Rolle der Erna von Wahl.

Viele Eltern, Lehrer und Schüler haben sehr viel Freizeit geopfert, damit die Aufführungen zu einem Erfolg wurden. Ob das nun die Bühnenbildner waren, die Souffleuse, die Mädchen und Buben der 7A, die für das Buffet sorgten, oder die Schauspieler und Schauspielerinnen – ohne das großartige Engagement jedes Einzelnen wäre so ein Projekt nicht möglich. Und ganz besonders freut es mich, wenn dann Schüler aus der 7A, die oft über den großen Zeitaufwand gejammert haben, weil sie ja eigentlich auch für Schularbeiten, Tests oder Prüfungen lernen hätten sollen, fragen, ob sie beim nächsten Mal wieder mitspielen dürfen…

Mag. Gabriele Eiserle