Autorenlesung und Fragestunde mit Christian Grenier aus Frankreich

Die 7B nimmt in diesem Schuljahr am „Prix des lycéens 2016“ teil, wofür drei Originalbücher des zeitgenössischen Jugendautors Christian Grenier von allen Schüler/Innen in französischer Sprache gelesen und rezensiert werden mussten: „Le pianiste sans visage“, „La fille de 3eB“ und „Avec un peu d’amour et beaucoup de chocolat: L’attentat“.  Demnächst werden wir eine klasseninterne Wahl über das Beste der drei Werke treffen, eine gemeinsame Buchkritik dazu verfassen und an das Französische Sprachinstitut in Wien weiterleiten.

Im Rahmen der Wiener Buchmesse durften wir am 11.November 2016 den Autor, der extra aus Frankreich in Begleitung seiner Frau Annette angereist war, persönlich kennenlernen. Er las – natürlich in Französisch - einige kurze Passagen aus den drei zur Bewertung anstehenden Büchern vor und beantwortete anschließend die Fragen der Schüler/Innen zu seinem Beruf, seinen Inspirationsquellen, seinem Leben und seiner Leidenschaft für die Musik Franz Schuberts, die in einem seiner Werke über einen jungen Pianisten thematisiert wird. Mit uns waren noch drei Wiener Gymnasialklassen zur Veranstaltung eingeladen.

Beeindruckt waren wir nicht nur von seiner freundlichen und entgegenkommenden Art, sondern auch von seiner guten Artikulation beim Sprechen. So erzählte er uns, dass er Salzburg und Wien schon ein wenig kennt, dass er früher als Französischlehrer gearbeitet und nebenbei immer Bücher geschrieben hat. Schon mit 14 Jahren hatte ihn die Lust am Schreiben gepackt und nie wieder losgelassen. Heute lebt er von der Schriftstellerei, wohnt als Pariser im Périgord in einem kleinen Dorf und arbeitet täglich acht Stunden an neuen Büchern. Sein Lieblingsautor ist Gustave Flaubert, dessen Novelle „Ein schlichtes Herz (Un cœur simple)“ immer griffbereit zur wiederholten Lektüre auf seinem Nachtkästchen liegt. Er selbst schreibt Romane und ebenso Novellen für Jugendliche, inzwischen sind es schon mehr als 60, die in Frankreich große Auflagen erzielt haben. Sein Liebkind, so meinte er, ist immer das Buch, an dem er gerade arbeitet, und seine erste Kritikerin seine Frau, „die Liebe seines Lebens von Jugend an“.

Zum Abschied signierte Christian Grenier auch einige mitgebrachte Exemplare unserer Klassenlektüre. Bleibt nur noch die schwierige Entscheidung, welches seiner für uns zur Wahl stehenden Bücher das Beste, das Zweitbeste und das Drittbeste ist…

Mag. Eva Wilhelm-Sigert und Mag. Tanja Schlager