150 Jahre Ringstraße in Wien, ein Rundgang zum Staunen.

Eine GSP-Exkursion der Klasse 4E

Die Wiener Ringstraße feiert heuer genauso wie unser Gymnasium das 150-Jahr-Jubiläum. Da die Schleifung der alten Stadtmauern und die Errichtung dieser Prunkstraße in die Regentschaft von Kaiser Franz Joseph I. fielen, war dies ein passendes Thema zu unserem Geschichtsunterricht.

So machten sich die 23 Mädchen und Burschen der 4E gemeinsam mit ihrem Klassenvorstand Mag. Michael Überall und ihrem Geschichtslehrer Mag. Gerhard Hasenhündl am 23. September auf den Weg nach Wien. Erste Station war der Prunksaal der Nationalbibliothek am Josephsplatz. In einem prächtigen Barocksaal, der alleine schon eine Reise wert ist, wurde uns die Sonderausstellung zur Erbauung der Ringstraße „Wien wird Weltstadt“ detailreich erklärt. Dort war auch ein Panoramabild von 1858 ausgestellt, das Wien noch mit der Stadtmauer zeigt.

Anschließend ging es zu Fuß auf eine große Ringstraßentour vom Schotten- bis zum Kärntnertor. Unter beträchtlichem Verkehrslärm hatte jede Schülergruppe ein Bauwerk nach Stil- und Baugeschichte vorzustellen. Am Beginn stand die Votivkirche, die zum Dank für die Rettung des Kaisers nach einem Messerattentat errichtet wurde. Über die Universität, die Alma Mater Rudolphina, ging es weiter zum Burgtheater und zum Wiener Rathaus. Es folgten das Parlament und der Heldenplatz mit der Neuen Hofburg sowie gegenüber die beiden großen Museen, die eigentlich ein großes Kaiserforum bilden sollten. Den Abschluss bildete die Staatsoper, das Gebäude das als erstes fertiggestellt worden war.

Weil die Ausführungen der Schüler sehr gut vorbereitet waren, und die Prunkbauten der Ringstraße in der milden Herbstsonne leuchteten, war das Urteil von allen gleich: Der Ring ist eine wahre Prachtstraße, erbaut für eines der fünf europäischen Großreiche um 1900. Zurück in Hollabrunn fiel den Schülern sofort auf, dass auch das Gymnasium in der Reucklstraße, Baujahr 1908, ebenfalls ein Bau des Historismus ist. Man erkennt das vor allem noch am Türmchen im Neo-Renaissancestil.

Mag. Gerhard Hasenhündl