Welcome to Canterbury

Welchen Grund kann es für einen 16-Jährigen geben, um mitten in der Nacht aus den Federn zu kriechen? Eine Schularbeit? Die Hochzeit der Lieblingstante? – Nein, eine Reise nach Canterbury.  Getreu dem Motto „Der frühe Vogel fängt den Wurm beziehungsweise verpasst sein Flugzeug nicht“ trafen wir uns am Sonntag, den 7. September um 4.30 am Flughafen Wien-Schwechat. Nach dem 2-stündigen Flug kamen wir am Flughafen London-Heathrow an. Dort wurden wir von Bussen abgeholt, mit Lunchpaketen versorgt und nach Canterbury gebracht. Der Nachmittag diente dem Kennenlernen der Gastfamilien.

Am nächsten Tag ging es gleich so los, wie es sich jeder Schüler wünscht: mit einer Prüfung. Anhand der Ergebnisse wurden wir in zwei  Unterrichtsgruppen aufgeteilt. Am Nachmittag wurde die altehrwürdige Stadt Canterbury besichtigt inklusive der großartigen Kathedrale.  Wir ließen diesen Tag beschaulich mit dem „Evensong“ ausklingen.

Das Unterrichtsthema des Dienstags waren Vorurteile und Stereotypen .  Das Gelernte durfte dann auch gleich am Nachmittag ausprobiert werden, als wir Schüler die Menschen in den Fußgängerzonen Canterburys über Österreich ausfragten. Wenig überraschend war, dass zu den bekanntesten österreichischen Gerichten Strudel und das Wiener Schnitzel zählen. Bei dieser Gelegenheit hatten alle Schüler Zeit zu testen, welche Köstlichkeiten die englischen Lokale boten. Fish and Chips schienen zu munden. Angesichts der aufgenommenen Kalorien war am Abend Bowling angesagt.

Wir sehen schon, unser Artikel wird zu lang. So wollen wir noch kurz die weiteren Highlights erwähnen. Die Überraschung schlechthin war das Wetter. Niemand wagte es zu hoffen, doch es war Realität. Wir hatten eine ganze Woche lang wunderbares Wetter und kein Regentropfen beeinträchtigte unsere Reise. Tja, wenn Englein reisen….

Also, da war dann noch ein Ausflug nach Dover inklusive Bootsfahrt, Besichtigung von Dover Castle und der War-Tunnels. Ein Nachmittag war dem Badeort Whitstable gewidmet. Die Wagemutigsten unter uns nahmen ein erfrischendes Bad, den anderen lief allein beim Zusehen eine Gänsehaut über den Rücken. Und da war dann noch ein Höhepunkt unserer Reise, obwohl das keiner geahnt hatte. Es gab einen African-Drumming-Workshop, wobei sich einige unserer Schüler als echte Naturtalente erwiesen.

Am letzten Tag stand ein Fußmarsch im flotten Eilschritt durch London auf dem Programm. Zuerst bestaunten wir die Kronjuwelen im Tower, die Tower Bridge, das London Eye und das Parlament mit Big Ben. Weiter ging es an sämtlichen Sehenswürdigkeiten vorbei, bis uns unser Busfahrer wieder nach Canterbury brachte.

Doch schon wenige Stunden nach unserem Tag in London mussten wir auch schon wieder die Heimreise antreten. Die Zeit war im Flug vergangen, wir blickten wehmütig zurück und freuten uns gleichzeitig auf ein gediegenes österreichisches Mittagessen.