Die 4. Klassen in Mauthausen

In den letzten Jahren ist es am Bundesgymnasium schon zur Tradition geworden, dass alle Schüler der 4. Klassen zum Thema Zeitgeschichte bzw. Aufarbeitung der NS-Zeit einen Ausflug nach Mauthausen unternehmen. Es ist für junge Menschen heute schwer vorstellbar, welche Greuel, welche Brutalität und auch welche Gleichgültigkeit gegenüber dem Leben „anderer Menschen“ vor ca. 70 bis 80 Jahren vorgeherrscht haben.

Doch gerade 2014, zum 100-jährigen  Gedenkjahr vom Ausbruch des Ersten Weltkrieges, ist deutlich erkennbar, was in dem ersten großen Krieg grundgelegt wurde: Anhaltlager, Rassismus, Nationalismus und Militarismus. Das hat die Generation um 1900 - die Generation Hitler -  schon in die Wiege gelegt bekommen. Die Perfektion davon sieht man heute noch in Mauthausen: Tod durch Arbeit, Tod durch Hunger und Tod durch systematische Ermordung. 100.000 bis 120.000 Opfer erschüttern auch die abgehärtesten Jugendlichen. Durch ein neues, kompetenzorientiertes Führungskonzept wurden große Teile des Lagers abgegangen – ein „Erlebnis der besonderen Art“.