Rund um den Stephansdom

Wortwörtlich im Zentrum einer Exkursion der fünften Klassen am Montag, den 13. Juni, stand der Stephansdom. An diesem Tag spielte sich nämlich alles rund um das Wahrzeichen von Wien ab und es ging rund um den Dom, aber auch unter und über diesen. Gestartet wurde im Quo vadis, einem Begegnungszentrum direkt am Stephansplatz. Der Name („Wohin gehst du?“) war auch gleich Programm für die erste Gruppe. Diese begab sich nämlich auf eine digitale Schnitzeljagd quer durch den ersten Bezirk. Eine Schnitzeljagd war es dann im doppelten Sinn, denn es galt nicht nur Fragen zu beantworten, die dann von einem Ort zum nächsten führt, sondern das Schnitzel war auch das Thema des Geländespiels. Unter dem Titel „Dem Schnitzel auf der Spur“ führte die Tour über die Essiggasse, den Fleisch- und Bauernmarkt und ließ die Innenstadt fernab von den bekannten Wahrzeichen von einer anderen Seite neu entdecken. Die Schülerinnen und Schüler lernten dabei mehr über den Fleischkonsum in Österreich und seine Folgen und reflektierten im Anschluss ihr eigenes Verhalten.  

Im Quo-vadis-Begegnungszentrum im Schatten des Stephansdoms wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch verschieden Aufgaben angeregt, über die Gemeinschaft in der Klasse nachzudenken. Gemeinsam sollte dann in Form einer stummen Diskussion die Frage beantwortet werden, was es braucht, damit sich in der Klasse alle wohlfühlen können. Dass dabei jeder und jede seine und ihre Stärken einbringen kann und soll, bildete den Abschluss des Workshops. 

 

Die Exkursion führte aber nicht nur um den „Steffl“ herum, sondern auch in diesen hinein. Unter fachkundiger und unterhaltsamer Führung lernten die Fünftklässler und -klässlerinnen mehr über das berühmte Gotteshaus. Im Inneren wurden nicht nur die wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie das tonnenschwere und bis ins kleinste Detail künstlerisch ausgestaltete Grabmal von Kaiser Friedrich III. und die bekannte Pilgramkanzel erkundet und deren Symbolik entschlüsselt. Die Tour führte auch unter den Dom in dessen Katakomben, die in mehreren Grabkammern die Überreste von tausenden Leichnamen bergen. Dabei ließen nicht nur die kühlen Temperaturen manchen die Gänsehaut aufsteigen. Von ganz unten ging es auch hinauf, quasi über den Dom in den nicht allgemein zugänglichen Dachboden und in schwindeligen Höhen zwischen Dach und Wasserspeiern entlang. Dort konnten nicht nur die bunten Dachziegel aus der Nähe betrachtet werden, sondern auch die Bienenstöcke, die dort untergebracht sind.  

Daniel Seper